Nach den verheerenden Sturzfluten im Bhotekoshi-Trishuli-Gebiet landen am Freitag lebensrettende Hilfsgüter für Kinder und Familien in Kathmandu.
Ein Flugzeug mit 84 Tonnen humanitärer Hilfsgüter ist am Freitagmorgen in Kathmandu gelandet. Der Flug wurde von der Humanitären Hilfe der Europäischen Union unterstützt und startete vom globalen Versorgungs- und Logistikzentrum von UNICEF in Kopenhagen. An Bord: Ausrüstung zur Behandlung von akutem wässrigem Durchfall, Wassertanks, Hygienesets, Wasseraufbereitungsmaterial, Zelte, Winterkleidung für Säuglinge und Kinder sowie Lernmaterialien – genug, um Hunderttausende von Menschen zu unterstützen.
Tausende von Kindern und Familien in den betroffenen Distrikten brauchen dringend Hilfe. Viele haben ihr Zuhause und ihre Habseligkeiten verloren, der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen ist unterbrochen. Schulen und Gesundheitseinrichtungen wurden beschädigt, der Alltag der Kinder ist nachhaltig beeinträchtigt.
«Für Tausende von Kindern hat sich das Leben innert weniger Minuten grundlegend verändert», sagt Alice Akunga, UNICEF-Repräsentantin in Nepal. «Viele haben ihr Zuhause, ihr Schulzimmer und ihr Gefühl von Normalität verloren. Diese Lieferung hilft uns, dringend benötigte Unterstützung zu leisten und Kinder und Familien mit Leistungen zu erreichen, die ihre Gesundheit, ihr Wohlergehen und ihre Zukunft schützen.»
«Die EU steht den Menschen in Nepal nach diesen verheerenden Überschwemmungen bei», sagt Thomas Millar, Geschäftsträger a.i. der EU-Delegation in Nepal. «Da der Klimawandel das Risiko von Überschwemmungen und anderen Katastrophen erhöht, unterstützen wir Gemeinschaften im Katastrophenfall mit lebenswichtiger humanitärer Hilfe und stärken gleichzeitig die Katastrophenvorsorge und lokalen Reaktionskapazitäten.»
Dutzende Lastwagen transportieren die Güter in die am stärksten betroffenen Gemeinden in den Distrikten Rasuwa, Nuwakot und Dhading, wo UNICEF-Teams gemeinsam mit staatlichen Partnern und weiteren Organisationen im Einsatz sind. Die Hilfsgüter sollen Familien den Zugang zu sauberem Trinkwasser sichern, die Krankheitsprävention stärken, Kinder beim Lernen unterstützen und Gesundheitsfachkräfte dabei befähigen, gefährdete Kinder und Mütter zu erkennen und zu versorgen.
Seit den Überschwemmungen arbeitet UNICEF mit nationalen und lokalen Behörden zusammen, um mit vorpositionierten Hilfsgütern Nothilfe zu leisten – darunter Gesundheits- und Hygieneartikel, Wasseraufbereitungsmaterial sowie psychosoziale Unterstützung für Kinder und Betreuungspersonen. Kindgerechte Räume mit Freizeitmaterialien wurden für die am stärksten betroffenen Kinder eingerichtet.
«Die Grosszügigkeit unserer Partner, einschliesslich der Humanitären Hilfe der Europäischen Union, ermöglicht es uns, rasch zu handeln, wenn Kinder am dringendsten Unterstützung brauchen», sagt Akunga. «Anhaltende Unterstützung ist entscheidend, damit sich Kinder in den kommenden Wochen und Monaten erholen, gesund bleiben und wieder zur Schule gehen können.»