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UNICEF unterstützt Kinder in Nepal bei der Rückkehr zum Unterricht nach den Überschwemmungen

Einen Monat nach den verheerenden Überschwemmungen in Nepal sind Tausende Kinder weiterhin mit Unterbrechungen ihrer Bildung konfrontiert. Dies verdeutlicht den dringenden Bedarf an anhaltender Unterstützung, damit sie wieder in sichere Lernumgebungen zurückkehren können.

Nepal
Kinder lernen in einem von UNICEF unterstützten temporären Lernzentrum in Nuwakot, Nepal. Nach den verheerenden Überschwemmungen ermöglichen die Lernzentren den Kindern eine sichere Rückkehr zum Unterricht.

Erste Bewertungen zeigen, dass der Unterricht für mehr als 14 000 Kinder in 62 Schulen und Lernzentren in den von den Überschwemmungen betroffenen Gebieten der Distrikte Dhading, Nuwakot und Rasuwa beeinträchtigt wurde. Die Katastrophe forderte zudem einen verheerenden menschlichen Tribut: Rund 440 Schülerinnen und Schüler sowie Mitarbeitende des Bildungswesens gelten als tot oder vermisst, darunter 414 Kinder.

«Bildung ist ein entscheidender Bestandteil der Erholung von Kindern nach einer Katastrophe», sagte Alice Akunga, UNICEF-Repräsentantin in Nepal. «Die Rückkehr zum Lernen gibt Kindern in einer Zeit, in der viele erhebliche Verluste und Unsicherheit erlebt haben, ein Gefühl von Stabilität, Alltag und Hoffnung.»

Seit Beginn der Nothilfe arbeitet UNICEF gemeinsam mit der Regierung Nepals und Partnerorganisationen daran, Kindern eine möglichst rasche Rückkehr in den Unterricht zu ermöglichen. Bislang hat UNICEF die Einrichtung von 48 temporären Lernzentren unterstützt und damit mehr als 1 400 Kindern in den überschwemmungsbetroffenen Gebieten die Rückkehr zum Lernen ermöglicht. Darüber hinaus stellte UNICEF wichtige Lernmaterialien sowie psychosoziale Unterstützung bereit, um Kindern bei der Bewältigung ihrer Erlebnisse zu helfen und ihre Bildung fortzusetzen.

UNICEF: Wiederaufbau der Bildung nach den Überschwemmungen in Nepal
Auch wenn diese Massnahmen Kindern dabei helfen, wieder am Unterricht teilzunehmen, bleibt der Wiederaufbaubedarf erheblich. Die Schnellbewertung des Bildungsbedarfs (Education Rapid Needs Assessment) schätzt, dass beträchtliche Investitionen erforderlich sein werden, um beschädigte Bildungsinfrastruktur wiederherzustellen und sicherzustellen, dass Kinder ihre Ausbildung ohne weitere Unterbrechungen fortsetzen können.

UNICEF ruft zu weiterer Unterstützung sowohl für die unmittelbaren Wiederaufbaumassnahmen als auch für langfristige Massnahmen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit auf, damit jedes von den Überschwemmungen betroffene Kind lernen, sich erholen und sein Potenzial entfalten kann. Während Nepal von der Nothilfephase in die Wiederaufbauphase übergeht, bietet sich zugleich die Möglichkeit, die Widerstandsfähigkeit von Schulen, Gesundheitseinrichtungen, Wasser- und Sanitärsystemen sowie anderer kritischer Infrastruktur zu stärken, um künftigen Krisen besser standhalten zu können. Angesichts der zunehmenden Häufigkeit und Intensität klimabedingter Katastrophen sind Investitionen in klimaresiliente Infrastruktur, Vorsorgemassnahmen und soziale Dienste von entscheidender Bedeutung, um Kinder und Gemeinschaften vor zukünftigen Beeinträchtigungen zu schützen.

«Wenn Überschwemmungen Schulen beschädigen, verlieren Kinder nicht nur Klassenzimmer. Wir verpassen Unterrichtsstunden, geraten beim Lernen ins Hintertreffen, verbringen weniger Zeit mit unseren Freundinnen und Freunden sowie unseren Lehrkräften und verlieren die Routinen, die uns Sicherheit und Unterstützung geben», sagte Jayanti Bam, Jugendbotschafterin von UNICEF Nepal für Klimaschutzmassnahmen. «Wir brauchen stärkere Schulen, die Katastrophen standhalten können. Wir müssen ausserdem wissen, wie wir bei Überschwemmungen, Erdrutschen oder anderen Notfällen handeln sollen. Und wenn unsere Schulen beschädigt werden, brauchen wir Möglichkeiten, weiterzulernen, sei es in einem temporären Lernraum oder online, damit unsere Bildung fortgesetzt werden kann.»

Einen Monat nach den Überschwemmungen leiden Tausende Kinder und ihre Familien noch immer täglich unter den Folgen der Katastrophe. Viele Familien leben weiterhin vertrieben von ihrem Zuhause, einige Schulen werden noch immer als provisorische Unterkünfte genutzt, und beschädigte Strassen und Brücken erschweren in einigen der am stärksten betroffenen Gemeinden weiterhin den Zugang zu wichtigen Bildungs-, Gesundheits-, Wasser- und Sanitärdiensten.

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