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Das Elend der Kinder von Rakka

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3. August 2017 - 14:19

Tag für Tag verschlechtert sich die Lage im syrischen Rakka. Zehntausende Menschen sind eingekesselt – ohne sauberes Trinkwasser, mit immer knapper werdenden Lebensmitteln, ohne Strom, ohne nennenswerte medizinische Versorgung. Jeder Schritt vor die Haustür ist gefährlich. Noch gefährlicher ist die Flucht aus der abgeriegelten Stadt.

Im syrischen Rakka spitzt sich die Lage weiter zu. Schätzungsweise 30 000 bis 50 000 Personen sind in der Stadt eingekesselt, rund die Hälfte von ihnen Kinder. Genau weiss es niemand – humanitäre Helfer haben seit Wochen keinen Zugang. Sicher ist einzig, dass das Leben in Rakka ein einziger endloser Albtraum ist. Seit über einem Monat gibt es kein sauberes Trinkwasser und keinen Strom, die Lebensmittel gehen aus, die Preise schiessen in die Höhe. Die medizinische Versorgung ist so gut wie inexistent. Auf Schritt und Tritt drohen Bomben und Gewehrschüsse.

Aus lauter Verzweiflung riskieren noch immer zahlreiche Familien die Flucht aus der Stadt – auch wenn sie noch so aussichtslos erscheinen mag. Seit April wurden in der Region mehr als 200 000 Menschen vertrieben, über 62 000 leben in provisorischen Zeltlagern im staubigen Niemandsland, bei extremen Sommertemperaturen von bis zu 50 Grad.

Vor allem die kleineren Kinder sind vollkommen erschöpft, dehydriert und verstört, wenn sie nach tage- oder wochenlanger Flucht ein Lager erreichen. Sie sprechen von Bomben und Heckenschützen, von Strassen voller Landminen. Viele haben miterlebt, wie enge Familienmitglieder getötet wurden, oder sie sorgen sich um Vermisste. Die meisten von ihnen sind seit Jahren nicht zur Schule gegangen.

Das UNICEF Team in Syrien arbeitet rund um die Uhr, um so viele Kinder wie möglich zu erreichen. Jeden Tag liefert das Kinderhilfswerk 450 000 Liter Trinkwasser in die Flüchtlingslager, installiert sanitäre Anlagen und verteilt Hygieneartikel. Mangelernährte Kinder und schwangere Frauen erhalten Nahrungsmittelzusätze, kranke oder verletzte Buben und Mädchen werden medizinisch versorgt. In kinderfreundlichen Zonen können die traumatisierten Kinder beim Spielen und Lernen mit geschulten Betreuern etwas Normalität erleben und wieder Boden unter die Füsse bekommen.

Gleichzeitig bereitet sich UNICEF in der Region auf weitere Flüchtlingswellen vor. Der Weg in die Stadt ist für humanitäre Organisationen verschlossen. Aber wer aus Rakka flüchten kann, der soll auf Hilfe zählen können.

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