Dank Ihnen konnten wir auch im vergangenen Jahr viele kleine und grosse Erfolgsgeschichten schreiben. Einige davon möchten wir Ihnen im Folgenden erzählen.
Ihre Hilfe ist in der jetzigen Zeit besonders wichtig: Konflikte, Klimawandel und wirtschaftliche Unsicherheiten bedrohen das Leben von Millionen Kindern weltweit. Diese Herausforderungen gefährden auch die Erreichung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs), die bis 2030 das Leben aller Menschen grundlegend verbessern sollen.
Trotz dieser Krisen gibt UNICEF gemeinsam mit Ihnen nicht auf. Wir glauben daran: Eine bessere und friedlichere Welt ist möglich. Dafür braucht es einen ganzheitlichen Ansatz, der die Ursachen von Krisen bekämpft. Und es braucht vor allem Menschen wie Sie, die mutiges und entschlossenes Handeln zeigen. Vielen Dank, dass Sie sich mit uns für eine bessere Welt einsetzen. Für jedes Kind.
Dank Ihrer Unterstützung konnten wir 2024 beispielsweise:
Ihre Spende macht langfristig einen Unterschied. Wir stellen Ihnen vier Beispiele vor:
Viele Kinder haben schon sehr früh Gewalt, Ausbeutung, Missbrauch und Vernachlässigung erfahren. Rund 86 Prozent der Kinder zwischen 1 und 14 Jahren erfahren körperliche und/oder psychische Gewalt in Sierra Leone. Noch vor wenigen Jahren gab es für sie kaum Schutz und Unterstützung: 2021 standen landesweit nur 53 anerkannte Sozialarbeitende zur Verfügung.
Heute sieht die Situation anders aus: UNICEF konnte gemeinsam mit der Regierung die Basis für ein funktionierendes und nachhaltiges Kinderschutzsystem schaffen. Mittlerweile arbeiten bereits 193 Sozialarbeitende im ganzen Land, unterstützt von einem digitalen System, das schnelle und wirksame Hilfe ermöglicht. So erhielten bereits mehr als 675 000 Kinder in den letzten fünf Jahren Schutzleistungen.
Ein Beispiel ist Adama. Im Alter von acht Jahren wurde sie während der Mittagspause von ihrem Lehrer sexuell missbraucht. Die Erfahrung hinterliess tiefe Spuren: Angst, Scham und grosses seelisches Leid. Mit der Unterstützung von UNICEF erhält Adama kontinuierliche psychologische Betreuung und Schutz. Heute geht es ihr wieder besser. Sie gewinnt Schritt für Schritt Vertrauen, fühlt sich sicherer und blickt zuversichtlich in die Zukunft. Ihre Geschichte zeigt: Kinder in Sierra Leone sind nicht mehr allein. UNICEF gibt nicht auf, bis jedes Kind sicher ist.
Vani (5) lächelt stolz in die Kamera, während sie die Handwaschtechnik anwendet, die sie erst kürzlich in ihrer Schule im Dorf Mohlai im Distrikt Durg in Chhattisgarh gelernt hat – Wissen, das Leben retten kann.
Noch vor wenigen Jahren starben in Indien deutlich mehr Kinder an Krankheiten, die mit einfachen Hygienemassnahmen hätten verhindert werden können. In Zusammenarbeit mit der Regierung unterstützte UNICEF eines der grössten Trinkwasser- und Sanitärprogramme der Welt: 110 Millionen neue Toiletten, bessere sanitäre Einrichtungen für 550 Millionen Menschen und sauberes Trinkwasser für 580 Millionen Menschen im ganzen Land. Diese Massnahmen haben bedeutend dazu beigetragen, dass die Kindersterblichkeit zwischen 2014 und 2022 um 37 Prozent zurückging. Während 2014 etwa 46 von 1000 Kindern ihr erstes Lebensjahr nicht überlebten, waren es 2022 noch 29. So haben Vani und Millionen andere Kinder in Indien heute die Möglichkeit, gesünder und unbeschwerter gross zu werden.
Über 400 000 Kinder mit Behinderung gehen nach wie vor nicht zur Schule. Oft fehlt es an barrierefreien Gebäuden, geschultem Personal und passendem Lernmaterial. Nur drei Prozent der Schulen sind barrierefrei, an den meisten Sekundarschulen fehlt es an inklusiv ausgebildeten Lehrkräften.
UNICEF setzt wichtige Schritte um, damit Kinder mit Behinderung besseren Zugang zu Bildung erhalten: In 14 Provinzen gibt es mittlerweile inklusive Bildungszentren, die Kinder auf den Schulbesuch vorbereiten und ihre Familien unterstützen. Neue Technologien wie Virtual-Reality-Module kommen dabei zum Einsatz und fördern Konzentration und Entwicklung.
Wie diese Unterstützung wirkt, zeigt das Beispiel von Uyen (9). Als sie ins Zentrum in Hoa Nhon kam, konnte sie kaum sprechen oder laufen und hatte Angst vor anderen Kindern. Heute malt und singt sie, übt das Schreiben und macht grosse Fortschritte. Ihre Lehrerin Nguyen ist überzeugt: «Wenn sie weiter so fleissig übt, kann sie bald eine integrative Schule besuchen.»
Verheerende Gewalt, Naturkatastrophen und Krankheitsausbrüche stürzen das Land in eine schwere Krise – am meisten leiden die Kinder.
Darline (3) war schwer mangelernährt und so schwach, dass sie kaum sprechen oder laufen konnte. Heute sitzt sie in den Armen ihrer jungen Tante Charline vor dem von UNICEF unterstützten Gesundheitszentrum Afya Keshero in Goma und isst ihre therapeutische Nahrung, die ihren kleinen Körper wieder zu Kräften bringt. Mit jedem Tag kehrt ihre Energie zurück, ihre Augen werden wacher, und Schritt für Schritt gewinnt sie ihre Lebensfreude zurück.
Damit mehr Kinder wie Darline gesund werden, unterstützt UNICEF eine gross angelegte Ernährungskampagne in Goma und Karisimbi: Dort gehen Helfer:innen von Tür zu Tür, um Kinder auf Mangelernährung zu untersuchen und sie bei Bedarf zu behandeln. Gleichzeitig wurden die Gesundheitseinrichtungen mit lebenswichtigen Mitteln ausgestattet, sodass mangelernährte Kinder kostenlos versorgt werden können.
Die Hilfe wirkt: Im Jahr 2024 konnten über 1700 Gesundheitseinrichtungen so weiterarbeiten, und mehr als 129 000 Kinder mit schwerer Mangelernährung wurden erfolgreich behandelt. Für Kinder wie Darline bedeutet das eine zweite Chance auf Gesundheit, auf Kindheit und auf eine hoffnungsvolle Zukunft.
Die fünf Stärken von UNICEF. Dank zweckungebundenen Spenden.
UNICEF ist sehr stolz auf ihre Expertinnen und Experten, die über tiefgreifendes Wissen und weitreichende Netzwerke von vertrauenswürdigen Kontakten verfügen. UNICEF weiss das Vertrauen zu schätzen, das ihren Mitarbeitenden von Spenderinnen und Spendern, Regierungen, Partnerinnen und Partnern und natürlich von Kindern und ihren Familien entgegengebracht wird. Ihre Spende ermöglicht die Finanzierung dieser Spezialkräfte, die ihre Expertise in die Programme einfliessen lassen. Alles, damit diese effizienter und nachhaltiger wirken.
Dank der Unterstützung von zweckungebundenen Spenden können wir Innovationen weiter vorantreiben. UNICEF setzt in über 190 Ländern skalierbare Massnahmen um und passt sie an die genauen Bedürfnisse eines Landes an. Sind sie erfolgreich, können wir sie in weiteren Ländern ausrollen und weiter optimieren. Sowohl auf regionaler wie auch auf globaler Ebene.
Um Fortschritt voranzutreiben, investiert UNICEF in Forschung und Entwicklung. Unser Forschungszentrum Innocenti in Florenz (Italien) erlaubt uns, weit in die Zukunft zu planen. Daten aus fast jedem Land der Welt zum Wohlbefinden der Kinder fliessen in diese wichtige Arbeit ein. Erst dadurch haben wir die Möglichkeit, dank dem grossen Wissen aus über 75 Jahren Erfahrung innovative und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
Im Herzen von UNICEFs Arbeit stehen Kinder: Wir setzen uns dafür ein, dass sie überleben, wir verteidigen ihre Rechte und verhelfen ihnen dazu, ihr ganzes Potenzial zu verwirklichen – von der frühen Kindheit bis in die Jugend. Zu jedem Zeitpunkt ihres Heranwachsens stellen wir sicher, dass sie gesund und beschützt aufwachsen und zur Schule gehen können. Zweckungebundene Spenden ermöglichen uns, langfristig vor Ort zu bleiben, ganz egal, was kommt.
In einer Krisensituation ist jede Sekunde entscheidend. UNICEF Teams können vor Ort besonders schnell reagieren, weil wir schon vor einer Katastrophe im Land im Einsatz sind und so von bereits vorhandenen Fähigkeiten, Ausrüstungen und Beziehungen profitieren. So können wir ohne langwierige Anreisen im Katastrophenfall unmittelbar helfen. Wenn eine Krise vorüber ist und die Medienaufmerksamkeit nachlässt, hört das Leiden von Kindern nicht auf. UNICEF ist beim Wiederaufbau dabei. Die langfristige Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender ermöglicht uns, so lange vor Ort zu bleiben, wie uns die Kinder brauchen.