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Statement

UNICEF verstärkt Ebola-Hilfe in DRK und Uganda: Auch Kinder sind gefährdet

«UNICEF ist zutiefst besorgt über die bestätigten Ebola-Ausbrüche in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und Uganda sowie über das zunehmende Risiko für Kinder und gefährdete Gemeinschaften in der gesamten Region. Die Weltgesundheitsorganisation hat die Situation inzwischen als gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite eingestuft.

Keralie, 12 Jahre alt, ist Kinderreporterin in Mbandaka in der Provinz Équateur. Nach der Bekanntgabe eines neuen Ebola-Ausbruchs sensibilisiert sie die Schüler ihrer Primarschule für die notwendigen Präventionsmassnahmen.
Keralie, 12 Jahre alt, ist Kinderreporterin in Mbandaka in der Provinz Équateur. Nach der Bekanntgabe eines neuen Ebola-Ausbruchs sensibilisiert sie die Schüler ihrer Primarschule für die notwendigen Präventionsmassnahmen.

Bislang wurden insgesamt 246 Verdachtsfälle gemeldet, darunter 80 mutmassliche Todesfälle in der Provinz Ituri im Osten der DRK. Auch Uganda hat zwei Fälle registriert, darunter einen Todesfall.

Diese Zahlen verdeutlichen den dringenden Bedarf, die Regierungen bei raschen Massnahmen zur Eindämmung des Ausbruchs zu unterstützen, unter anderem durch die Einbindung der Bevölkerung, die Koordination mit relevanten Akteur und eine verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Bei dem aktuellen Virus handelt es sich um den sogenannten Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus, der seltener vorkommt als der Zaire-Stamm. Derzeit gibt es weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung. Es wird angenommen, dass dieser Virusstamm seit Ende April zirkuliert.

Die instabile Sicherheitslage, anhaltende Zugangsbeschränkungen und die hohe Mobilität der Bevölkerung erhöhen das Risiko einer raschen Ausbreitung in betroffenen und angrenzenden Gebieten.

Kinder sind von den Folgen eines Ebola-Ausbruchs besonders betroffen. Dazu gehören Unterbrechungen grundlegender Dienstleistungen, der Verlust von Eltern und Betreuungspersonen, Stigmatisierung, psychosoziale Belastungen sowie erhöhte Schutzrisiken.

UNICEF hat bereits fast 50 Tonnen Material zur Infektionsprävention und -kontrolle nach Bunia geliefert, darunter Desinfektionsmittel, Seife, persönliche Schutzausrüstung, Wasserreinigungstabletten und Wassertanks.

Zudem wird in Kürze ein multidisziplinäres Nothilfe-Team eintreffen, um technische Unterstützung in prioritären Bereichen zu leisten. Dazu gehören unter anderem Massnahmen zur Risikokommunikation und zur Zusammenarbeit mit Gemeinden, damit Familien besser verstehen, wie sich Ebola verbreitet und wie sie das Infektionsrisiko verringern können.

Bereits heute sind mehr als 2’000 Gesundheitshelfer im Einsatz. Dennoch werden dringend zusätzliche Kapazitäten und Ressourcen benötigt, insbesondere um schwer erreichbare Gebiete wirksam abzudecken.

Als Reaktion auf den Ausbruch hat UNICEF die höchste Notfallstufe aktiviert, eine sogenannte «Level 3 Corporate Emergency». Damit soll die organisationsweite Ausweitung der Vorsorge- und Reaktionsmassnahmen in betroffenen und gefährdeten Gebieten unterstützt werden.

Die Aktivierung ermöglicht unter anderem die sofortige Bereitstellung flexibler Finanzmittel, den beschleunigten Einsatz von Nothilfepersonal, vereinfachte operative Verfahren für Länderbüros sowie eine verstärkte Koordination zwischen regionaler Ebene und Hauptsitz, um betroffene Kinder und Familien bestmöglich zu unterstützen.

UNICEF arbeitet eng mit Partner wie der Weltgesundheitsorganisation und den Africa CDC zusammen, um die von den Regierungen geleiteten Massnahmen zu unterstützen.

«Jeder Ebola-Ausbruch gefährdet Kinder, nicht nur durch das Virus selbst, sondern auch durch die weitreichenden Auswirkungen auf Gesundheits-, Ernährungs-, Bildungs- und Schutzsysteme.

UNICEF fordert einen sofortigen, sicheren und dauerhaften humanitären Zugang zu den betroffenen Gemeinden, insbesondere im Osten der DRK, damit gefährdete Kinder und Familien lebenswichtige Unterstützung erhalten können.

Schnelles Handeln, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Gemeinden sowie nachhaltige Unterstützung für Einsatzkräfte und Gesundheitshelfer an vorderster Front, die selbst erheblichen Risiken ausgesetzt sind, werden entscheidend sein, um Kinder zu schützen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.»

Nothilfefonds UNICEF Schweiz und Liechtenstein

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