Bani Al-Harith

Nothilfe in Jemen

Der Bürgerkrieg in Jemen zählt zu den grössten humanitären Katastrophen weltweit. Die staatliche Infrastruktur ist weitgehend zusammengebrochen, Krankheiten breiten sich aus, die Versorgungslage verschlechtert sich laufend. Abgeriegelte Landesgrenzen, die allgegenwärtige Gewalt und Finanzierungslücken erschweren die humanitäre Hilfe.

Millionen

11,3
Kinder sind auf humanitäre Hilfe angewiesen

Kinder

400 000
sind schwer akut mangelernährt

Millionen

2
Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht

Millionen

1,2
Menschen haben sich seit April 2017 mit Cholera infiziert

Die Situation

Von der Öffentlichkeit nahezu ignoriert, hat sich der Bürgerkrieg in Jemen zu einer der grössten humanitären Krisen weltweit entwickelt. Täglich werden Luftangriffe auf Wohnhäuser oder zivile Einrichtungen wie Schulen und Spitäler gemeldet. Tausende Zivilisten wurden in den vergangenen drei Jahren getötet, zwei Millionen sind innerhalb des eigenen Landes auf der Flucht – über die Grenze, nach Saudi-Arabien oder Oman, schafft es kaum jemand.

    «Der Bürgerkrieg in Jemen gilt zu Recht als eine der schlimmsten humanitären Krisen, die die Welt je gesehen hat.»

    Geert Cappelaere, UNICEF Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika

    Staatliche Infrastrukturen wie das Gesundheitswesen sind weitgehend zusammengebrochen. Die Versorgungslage ist katastrophal: Rund drei Viertel der Bevölkerung sind mittlerweile auf internationale Hilfe angewiesen, 400 000 Kinder unter fünf Jahren sind schwer akut mangelernährt und kämpfen ums Überleben. Die Cholera-Epidemie, die im April 2017 ausbrach, hat über 1,2 Millionen Menschen erfasst und gilt als eine der schlimmsten aller Zeiten.

    So hilft UNICEF

    Die Bedingungen für humanitäre Organisationen sind in Jemen denkbar schlecht. Luft- und Seeblockaden erschweren Hilfslieferungen, Kampfhandlungen behindern die Verteilung der Güter. Hinzu kommen Finanzierungslücken. Dennoch gelingt es UNICEF, Hunderttausenden Kindern entscheidend zu helfen:

    • Im Kampf gegen die Cholera und andere Infektionskrankheiten fliegt das Kinderhilfswerk Dutzende Tonnen Impfstoffe, Medikamente und Tabletten zur Wasserreinigung in die betroffenen Gebiete.
    • UNICEF stellt sauberes Trinkwasser bereit, besorgt Benzin für öffentliche Wasserpumpen und richtet sanitäre Anlagen ein.
    • Mangelernährte Kinder werden mit therapeutischer Nahrung und Vitaminen versorgt.
    • Mobile Teams bringen Nahrungsmittel, Medikamente und Hygieneartikel in schwer zugängliche Regionen.
    • UNICEF unterstützt die Aufklärung der Bevölkerung über Blindgänger. Besonders Kinder sind gefährdet, sich beim Spielen zu verletzen.
    • Gemeinsam mit dem Bildungsministerium versucht UNICEF möglichst vielen Kindern den Zugang zum Schulunterricht zu ermöglichen.

    Der Konflikt in Jemen findet abseits der grossen Medienaufmerksamkeit statt. Lassen Sie uns diese Kinder nicht vergessen. Wir danken Ihnen von Herzen für Ihre Unterstützung.

    CHF