Nothilfe in Syrien

Nothilfe in Syrien

Verzweiflung herrscht in Syrien. Die Kinder sind nach bald acht Jahren Krieg am Ende ihrer Kräfte. Sie schlafen in Ruinen, sie frieren und hungern, sie haben Unfassbares mit angesehen. Der Krieg hat unzähligen von ihnen ihr Zuhause genommen. Wir dürfen nicht zulassen, dass der eisige Winter ihr Leben nimmt.

Millionen

5,3
Kinder brauchen humanitäre Hilfe

Millionen

1,75
Kinder gehen nicht zur Schule

Prozent

30
der Kinder sind nicht geimpft

Millionen

6
Kinder wurden seit Beginn des Konflikts aus ihrem Zuhause vertrieben

Die Situation

Auch wenn die Kampfhandlungen vielerorts abgeflaut sind, ist die Situation der Kinder in Syrien weiterhin dramatisch. Das Land liegt in Trümmern: Ein Grossteil der Infrastruktur ist zerstört, selbst Spitäler und Schulen wurden mit unvorstellbarer Grausamkeit gezielt angegriffen, um die Bevölkerung zu zermürben. Die Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten und Strom ist in vielen Landesteilen weitgehend zusammengebrochen. Der kalte syrische Winter verschärft die Situation: Die Menschen hungern und frieren, Verzweiflung ist allgegenwärtig.

«Was muss die Welt unternehmen, um den Krieg gegen Kinder in Syrien zu beenden? Wann werden die Kämpfenden erkennen, dass sie mit den Kindern auch die Zukunft Syriens töten?»

Fran Equiza, UNICEF Vertreterin in Syrien

Viele Regionen des Landes sind nach wie vor schwer oder gar nicht zugänglich. Jenseits von Bomben, Gewehrkugeln und Explosionen sterben zahlreiche Kinder in aller Stille an Krankheiten, die sich unter normalen Umständen problemlos verhindern oder behandeln liessen. Wenn jede medizinische Versorgung fehlt, kann in den unbeheizten, feuchten Unterkünften schon eine simple Erkältung leicht zu einer Lungenentzündung und zum Tod führen.

So hilft UNICEF

Unter schwierigsten Bedingungen setzen rund zweihundert UNICEF Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alles daran, die syrischen Kinder durch den Winter zu bringen. Das Kinderhilfswerk ist eine der wenigen im Land verbliebenen internationalen Hilfsorganisationen und arbeitet eng mit syrischen NGOs zusammen, um möglichst alle Kinder zu erreichen – insbesondere auch Familien in belagerten und schwer zugänglichen Gebieten.

UNICEF

  • verteilt Decken, warme Kleider, wasserfeste Stiefel, Handschuhe und Mützen;
  • stellt Treibstoff für Wasserpumpstationen und Brunnen bereit;
  • transportiert Trinkwasser in Gebiete ohne öffentliche Wasserversorgung;
  • versorgt akut an Hunger leidende Kinder mit therapeutischer Spezialnahrung;
  • verteilt Gesundheits- und Hygieneartikel wie Medikamente, Seife und Windeln;
  • impft Kinder gegen Krankheiten wie Polio und Masern.

Wo möglich baut UNICEF provisorische Schulen auf, damit die Kinder ihren Unterricht fortsetzen und damit auch ein Stück Alltagsnormalität beibehalten können. Mehrere Millionen Kinder wurden bereits mit Schulmaterial ausgerüstet und besuchen wieder einen formellen oder auch informellen Unterricht. Zudem richtet UNICEF kinderfreundliche Zonen ein und betreut Kinder, die schwer traumatisiert sind oder von ihren Eltern getrennt wurden.


Es liegt nicht in unserer Hand, die Gewalt in Syrien zu beenden. Aber jeder kann mithelfen, die Not der Kinder zu lindern. Wir danken Ihnen von Herzen für Ihre Unterstützung.

CHF