Brand Flüchtlingscamp Moria

Flüchtlingskinder Moria

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Grossbrand in Moria

Nach dem verheerenden Grossbrand im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos, Griechenland, ist die Lage immer noch dramatisch. Durch das Feuer Anfang September haben die rund 12 000 Flüchtlinge alles verloren. Betroffen sind auch über 4 000 Kinder.

Die Situation

Schon vor dem Brand war die Situation für die Flüchtlinge auf Lesbos kaum zu ertragen: Das temporäre Camp Moria war für 3 000 Menschen konzipiert, aber mit 12 000 Bewohnerinnen und Bewohnern seit Jahren restlos überfüllt. Unter den Flüchtlingen auf Lesbos sind besonders viele Frauen und Kinder. Zu der besorgniserregenden Überbelegung, den unhygienischen Bedingungen und fehlenden Dienstleistungen, kam am 2. September aufgrund eines Covid-19-Falls eine Ausgangssperre hinzu. Durch den Ausbruch des Feuers in den frühen Morgenstunden vom 9. September haben 12 000 Menschen nicht nur ihr Dach über dem Kopf, sondern auch ihre wenigen Besitztümer verloren. 

© UNICEF/UNI368533/Christophilopoulos/AFP-Services

Wir sind einfach nur gerannt, um dem Feuer zu entkommen. Niemand hat mir geholfen. Ich konnte auch niemandem helfen, denn ich bekam keine Luft und dachte, ich würde verbrennen. Ich fühlte mich schrecklich, und ich habe immer noch Angst. Wohin werde ich gehen, was soll ich tun?

Asadi, 17, Flüchtling aus Afghanistan und seit zehn Monaten auf Lesbos

Tagelang mussten viele der Flüchtlinge danach schutzlos im Freien ausharren. Inzwischen konnten mehrere hundert unbegleitete Kinder und Jugendliche aufs Festland und teils auch in andere EU-Staaten gebracht werden. Rund 9 500 Flüchtlinge haben Unterschlupf in einem neu errichteten temporären Camp auf Lesbos gefunden, welches mit Hilfe von UNICEF errichtet wurde. Doch auch dort fehlt es an allem. Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene sind aufgrund des vorübergehenden Charakters des Standorts nach wie vor äusserst problematisch. Die Flüchtlinge brauchen dringend sauberes Wasser, Lebensmittel, Seife und Betten. 

So hilft UNICEF

UNICEF hat direkt nach dem Brand zusammen mit Partnern ein Kinder- und Familienzentrum nahe Moria zur Notunterkunft umgewandelt, wo bis zu 250 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge, wie Alleinerziehende oder Schwangere, untergebracht werden können. Ausserdem halfen wir beim Aufbau des neuen provisorischen Camps. Die griechischen Behörden unterstützen wir dabei, unbegleitete Kinder und Jugendliche aufs Festland zu bringen.

Weitere Hilfsmassnahmen sind:

  • Kleidung und andere Hilfsgüter: Die Kinder und Familien bekommen zum Beispiel Decken und Kleidung für die nahende kältere Jahreszeit.
  • Bildung: Wir stellen im neuen Übergangslager grosse Zelte auf, in denen möglichst viele Kinder unterrichtet werden.
  • Wasser: Wir versorgen die Menschen auf Lesbos mit Wasser und auch mit Hygieneartikeln, die sie gegen Corona und andere Krankheiten schützen.
  • Psychosoziale Unterstützung: Nach den traumatisierenden Ereignissen in Moria sind unsere Sozialarbeiter für die Kinder mit ihren Ängsten und Sorgen da.
  • Spielangebote: Wir halten auch Spielmaterialien für die Kinder bereit. So können sie nach der Katastrophe wieder ein Stück Normalität erfahren.

Alle Nothilfemassnahmen werden unter der Berücksichtigung des Covid-19-Kontexts durchgeführt.

Sie können uns unterstützen!

UNICEF setzt alles daran, den betroffenen Flüchtlingskindern Schutz und Sicherheit zu geben. Wir lassen die geflüchteten Kinder in Griechenland nicht im Stich. Lassen Sie uns gemeinsam den Kindern und ihren Familien auf Lesbos helfen. Danke für Ihre dringend benötigte Unterstützung!

Flüchtlingskinder Moria

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