Der digitale Raum ist ein wichtiger Lebensraum von Kindern und Jugendlichen. Er prägt ihr Aufwachsen, ihre soziale und emotionale Entwicklung und Interaktionen mit anderen massgeblich.
Im Zentrum des Webinars «Kinderrechte im digitalen Raum» stand die gleichnamige Publikation (UNICEF Schweiz und Liechtenstein, 2025). Diese beschäftigt sich mit der Frage, wie Kinderrechte auch im digitalen Raum umgesetzt werden können. Dabei steht nicht nur der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Zentrum, sondern auch die Chancen, welche der digitale Raum beispielsweise für einen inklusiveren Einbezug bietet. Chancen und Risiken hängen von Zugang, Medienkompetenz, familiärem Umfeld und sozioökonomischen Faktoren ab. Damit der digitale Raum für alle Kinder und Jugendlichen ein sicherer, inklusiver und fördernder Raum ist, braucht es koordinierte Massnahmen von Politik, Unternehmen und Gesellschaft.
Nina Hobi, Projektleiterin bei der nationalen Plattform Jugend und Medien, gab Einblicke in die Arbeit der Plattform und betonte die Wichtigkeit des präventiven Ansatzes. Auch Trime Misini, wissenschaftliche Mitarbeiterin Programme Sexualisierte Gewalt bei Kinderschutz Schweiz, unterstrich die Wirkung präventiver Massnahmen und zeigte auf, was Fachpersonen, Eltern und weitere Bezugspersonen konkret tun können, um den Kinderschutz im digitalen Raum zu stärken. Prof. Dr. Peter G. Kirchschläger, Ethikprofessor der Universität Luzern, beleuchtete ethische Aspekte im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz und Kinderrechten. Und Felix Baumgartner, Leiter des Bereichs Gesellschaft in der Stadt Arbon, stellte die städtische Mitwirkungsplattform vor und zeigte auf, wie Kinder und Jugendliche mithilfe von digitalen Partizipationsmöglichkeiten erreicht werden können, welche sonst schwieriger erreicht werden.
Am Webinar nahmen rund 250 Fachpersonen sowie Vertreterinnen und Vertreter von Gemeinden, Kantonen und der Zivilgesellschaft teil. Diese breite Zusammensetzung der Teilnehmenden steht stellvertretend für die Wichtigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit, um Kinderrechte auch im digitalen Raum zur Realität zu machen.
Weitere Informationen und Unterlagen zum Thema:
Publikation «Kinderrechte im digitalen Raum»
Leitfaden «Digitale Anwendungen partizipativ gestalten»
Positionspapier «AI & Kinderrechte: neun Empfehlungen»
Wünschen Sie weitere Informationen zum Thema, wenden Sie sich an unsere Ansprechpersonen:
Linda Akpinar: [email protected]
Mona Meienberg: [email protected]