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Ruggell zum dritten Mal als «Kinderfreundliche Gemeinde» ausgezeichnet

Die Gemeinde Ruggell erhielt am Samstag zum dritten Mal das UNICEF-Label «Kinderfreundliche Gemeinde». Die erneute Zertifizierung würdigt das langjährige Engagement der Gemeinde, die Anliegen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ernst zu nehmen und ihr Lebensumfeld nachhaltig kinderfreundlich zu gestalten.

Ruggell
v. l. n. r.: Klaus Tschütscher, Vizepräsident von UNICEF Schweiz und Liechtenstein, und Christian Öhri, Gemeindevorsteher von Ruggell, gemeinsam mit Kindern aus Ruggell.

Ruggell setzt sein Engagement fort

Im Rahmen des Dorffests «Rock im Sumpf» überreichte Klaus Tschütscher, Vizepräsident von UNICEF Schweiz und Liechtenstein, das Label an Gemeindevorsteher Christian Öhri. Die Übergabe fand auf dem Festplatz beim Vereinshaus statt. Im Anschluss kamen die anwesenden Kinder und weitere Beteiligte für ein gemeinsames Gruppenbild auf der Bühne zusammen.

«Die dritte Zertifizierung ist eine Anerkennung für das bisher Erreichte und gleichzeitig ein Startschuss für die nächsten Schritte. Ich wünsche meiner Heimatgemeinde Ruggell weiterhin viel Erfolg, Freude und Ausdauer auf dem Weg zu einer noch kinderfreundlicheren Gemeinde», sagte Klaus Tschütscher, Vizepräsident von UNICEF Schweiz und Liechtenstein.

Ruggell ist seit 2017 Teil der UNICEF-Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde» und erhielt 2018 als erste Gemeinde in Liechtenstein das Label. 2022 folgte die zweite Zertifizierung. Seither setzte die Gemeinde zahlreiche Projekte und Angebote um. Dazu zählen eine Kontaktstelle für Kinder-, Jugend- und Familienfragen, verschiedene Partizipationsmöglichkeiten, Massnahmen zur Schulwegsicherheit sowie Orte und Anlässe für Jugendliche. Auch die Pumptrackanlage mit Pumpbowl und Skaterpark entstand in diesem Rahmen.

Neun Massnahmen für die kommenden fünf Jahre

Der Aktionsplan 2026–2031 umfasst neun Massnahmen. Geplant sind unter anderem ein neuer Familientreff und die Prüfung eines Kindertreffs im Jugendraum. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern will die Gemeinde zudem den Schulinnenhof mit Spielplatz neugestalten und aufwerten. Schulergänzende Betreuungsangebote sollen künftig bei der Schule oder in unmittelbarer Nähe angeboten werden.

Auch die Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen soll weiterentwickelt und stärker verankert werden. Dazu prüft Ruggell, wie die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Reglementen und Planungsinstrumenten berücksichtigt werden kann. Gleichzeitig will die Gemeinde ihre Informationen vermehrt altersgerecht und verständlich aufbereiten.

Weitere Massnahmen betreffen die Schaffung von zusätzlichem bezahlbarem Wohnraum für Familien, die jährliche Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendleitbilds sowie die Prüfung eines saisonalen Kiosks bei der Pumptrackanlage.

Neben Ruggell tragen in Liechtenstein auch Eschen-Nendeln, Mauren-Schaanwald, Schaan, Triesen und Vaduz das Label «Kinderfreundliche Gemeinde». 

Hier finden Sie weitere Informationen zur UNICEF-Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde».