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Statement

Zwei Jahre Krieg – zerstörte Kindheit in Gaza

Statement von UNICEF-Exekutivdirektorin Catherine Russell

Ein verletztes Mädchen sitzt am Boden
Mariam, 6 Jahre alt, wurde am 14. September 2025 in Gaza-Stadt verletzt.

«Seit mehr als 700 Tagen werden Kinder im Gazastreifen getötet, verletzt und vertrieben in einem verheerenden Krieg, der unsere gemeinsame Menschlichkeit missachtet. Die israelischen Angriffe auf Gaza-Stadt und andere Teile des Gazastreifens gehen weiter. Die Welt darf und kann dem nicht länger tatenlos zusehen.

In den vergangenen zwei Jahren sind erschütternde 64 000 Kinder im Gazastreifen getötet oder schwer verletzt worden sein – darunter mindestens 1 000 Babys. Wir wissen nicht, wie viele weitere an vermeidbaren Krankheiten gestorben sind oder noch immer unter den Trümmern begraben liegen.

Der Hunger in Gaza-Stadt hält an und breitet sich weiter nach Süden aus, dorthin, wo Kinder schon jetzt unter katastrophalen Bedingungen leben. Die Mangelernährung, insbesondere bei Säuglingen, ist erschreckend. Die Monate ohne ausreichend Nahrung haben bleibende Schäden für Wachstum und Entwicklung der Kinder hinterlassen.

Ein Waffenstillstand war noch nie so dringend benötigt wie jetzt. Seit Samstagmorgen sind Berichten zufolge mindestens 14 Kinder getötet worden, während die intensiven Bombardierungen und Angriffe Israels auf Gaza-Stadt und andere Gebiete weitergehen.

UNICEF begrüsst alle Bemühungen, diesen Krieg zu beenden und einen Weg zu einem dauerhaften Frieden in Gaza und der Region zu finden. Jeder Plan muss zu einem Waffenstillstand, zur Freilassung der Geiseln und zur sicheren, schnellen und ungehinderten Bereitstellung humanitärer Hilfe führen – über alle verfügbaren Grenzübergänge und Routen und in dem, für alle Menschen in Gaza, insbesondere für Kinder, dringend notwendigen Umfang.

Das humanitäre Völkerrecht ist eindeutig: Wir fordern Israel auf, das Leben aller Zivilistinnen und Zivilisten vollständig zu schützen. Humanitäre Hilfe für Zivilpersonen zu verweigern, ist unmissverständlich verboten. Die Prinzipien der Unterscheidung, Verhältnismäßigkeit und Vorsorge müssen jede militärische Handlung leiten und Zivilpersonen, die Kampfgebiete nicht verlassen können oder sich bewusst dagegen entscheiden, bleiben Zivilpersonen und müssen stets geschützt werden.

Jedes getötete Kind ist ein unersetzlicher Verlust. Um der Kinder in Gaza willen muss dieser Krieg jetzt enden.»