Ukraine 2022

Kinder auf der Flucht

Ihre Spende kommt an!

  • Mit 100 Franken schenken Sie Hygienekits für zwei Familien.
  • Mit 150 Franken spenden Sie Erste-Hilfe-Sets für fünf Familien. 
  • Mit 200 Franken schenken Sie eine Schule im Koffer für eine Klasse mit 48 Kindern.
Spendenbetrag:

Kinder auf der Flucht

Noch nie waren so viele Kinder auf der Flucht wie heute. Die Zahlen sind dramatisch: 89,3 Millionen Menschen flüchten zu Land, über Wasser, durch Wüsten und Kriegsgebiete. Davon sind 40%, also 36,5 Millionen, Kinder. 

Kriege, Naturkatastrophen und Armut zwingen immer mehr Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen. Eines von sechs Kindern lebt heute in einem Konflikt- oder Katastrophengebiet. Hinzu kommen zunehmend extreme Wetterereignisse und Naturkatastrophen, wie Dürren oder Überschwemmungen. 22,8 Millionen Mädchen und Buben sind in ihrem eigenen Land ohne Zuhause, sogenannte Binnenvertriebene. Viele wurden auf der Flucht von ihren Eltern getrennt.

Endlich wieder Kind sein und an einem sicheren Ort spielen und lernen dürfen – für Flüchtlingskinder ist das nicht selbstverständlich. Sie verbringen oft Jahre in Flüchtlingscamps oder müssen von einem Camp zum nächsten ziehen. Unser Ziel ist es, diese Kinder nicht nur mit dem Notwendigsten, wie Medikamenten, Nahrung oder Wasser, zu versorgen, sondern ihnen vor Ort auch sichere Räume zum Lernen, Spielen und Träumen zu schaffen.

Bitte helfen Sie uns, diesen Kindern Hoffnung und eine Zukunft zu schenken.

Warum müssen so viele Kinder flüchten?

Die Ursachen für Migration und Flucht sind vielfältig.

  • Kriege: Eines von sechs Kindern lebt heute in einem Konflikt- oder Katastrophengebiet. 13,7 Millionen Kinder gelten als Flüchtlinge oder Asylsuchende und 22,8 Millionen Kinder wurden bisher durch gewalttätige Konflikte innerhalb ihres Landes vertrieben. Syrien, Jemen, die Tigray-Region, Niger und Myanmar sind nur einige Beispiele.
  • Naturkatastrophen: Etwa eine Milliarde Kinder sind durch die Auswirkungen der Klimakrise extrem gefährdet. Diese Kinder sind mehrfachen Klimaschocks ausgesetzt, die mit einer unzureichenden Grundversorgung wie Wasser, Abwasserentsorgung und Gesundheitsversorgung einhergehen.
  • Armut: Trotz Fortschritten leiden 365 Millionen Kinder unter extremer Armut. So fehlen in extrem armen Familien oft die Zeit und die Kraft für den Schulbesuch. Dadurch entsteht ein Teufelskreis, denn Armut verhindert Bildung, Bildung aber verhindert Armut. Sie verlassen ihr Zuhause mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Afshan Khan, Polen 2022

«So gefährdet wie Kinder sind, brauchen sie unterwegs auf der Flucht oder in der Migration dringend Schutz. Kein Kind sollte auf der Suche nach Sicherheit sein Leben oder seine Zukunft riskieren müssen.»

Afshan Khan, UNICEF-Regionaldirektorin für Europa und Zentralasien und Sonderkoordinatorin für die Hilfe für Flüchtlinge und Migranten in Europa.

Kinder auf der Flucht: Aktuelle Situation

© UNICEF/UN0605554/Remp

Seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine am 24. Februar 2022, sind drei Millionen Kinder innerhalb des Landes auf humanitäre Hilfe angewiesen. UNICEF ist rund um die Uhr im Einsatz, um den drei Millionen Binnenvertriebenen und zwei Millionen Flüchtlingskindern in den angrenzenden Ländern dringend benötigte Nothilfe und Schutz zu bieten.

In den angrenzenden Ländern unterstützt UNICEF sogenannte «Blue Dot»-Zentren, wo Kinder und Mütter in kinderfreundlichen Räumen geholfen wird. 

Darüber hinaus werden innerhalb des Landes und in den Grenzländern dringend benötigte Hilfsgüter, wie Hygieneartikel, sauberes Trinkwasser, medizinische Betreuung und psychosoziale Unterstützung angeboten.

Der Krieg stiehlt den syrischen Kindern das Kostbarste, was sie haben: eine Kindheit in Frieden! Insgesamt benötigen 6,5 Millionen Kinder vor Ort und in den Nachbarländern akut Hilfe.

Syrien 2020
Die dreizehnjährige Bayan kann sich an nichts anderes erinnern, ausser Gewalt und Vertreibung. Nachdem ihr Vater entführt wurde, hat Bayans Mutter entschieden zu fliehen. Die Familie war innerhalb von fünf Jahren dreimal auf der Flucht. «Wir packten alles, was wir tragen konnten, und flohen mitten in der Nacht», erzählt Bayans Mutter.

Über 1,8 Millionen Kinder sind im Jemen auf der Flucht vor dem grausamen Konflikt. Viele Kinder wachsen in Häusertrümmern oder Flüchtlingslagern auf – Strom, Wasser und Lebensmittel sind knapp.

Hunger ist der ständige Begleiter der Mädchen und Buben im Jemen.

Jemen 2019
Der kleine Salim und über 2,2 Millionen weitere Kinder sind akut mangelernährt. Salims Familie musste vor der Gewalt fliehen. Sein Vater konnte daher nicht mehr genug Geld verdienen, um seine Kinder zu ernähren.

Die Angriffe auf Kinder nehmen in den Ländern Burkina Faso, Mali und Niger immer weiter zu. Allein in diesen Regionen sind 3,9 Millionen Menschen auf der Flucht. In der zentralen Sahelzone sind Flüchtlingskinder besonders dramatischen Erlebnissen ausgesetzt.

Niger 2020
Die neunjährige Adia erzählt: «Eines Tages kamen Banditen in mein Dorf, um zu stehlen. Sie töteten meinen Nachbarn vor meinen Augen. Sie sagten mir, wenn ich weinen würde, würden sie auch mich töten. An diesem Tag beschlossen wir zu fliehen.»
Rohingya 2017
© UNICEF/UN0144601/Brown

Als muslimische Minderheit in Myanmar werden die Rohingya seit Jahrzehnten diskriminiert. Laut Vereinten Nationen sind sie die «am stärksten verfolgte Minderheit der Welt».

5 Millionen Kinder sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. 694 300 Menschen sind innerhalb ihres Landes vertrieben worden und leben in provisorischen Flüchtlingscamps in Bangladesch. Tag für Tag helfen wir den Kindern durch medizinische Versorgung, sauberes Trinkwasser, Notschulen und kinderfreundliche Zentren.

Für UNICEF hat der Schutz der Kinder auf der Flucht oberste Priorität. Deshalb hat UNICEF einen Sechs-Punkte-Plan, die «Agenda for Action» ins Leben gerufen: So sollen Kinder auf der Flucht dringend vor Gewalt, Ausbeutung, Diskriminierung, Fremdenhass und Gefangenschaft bewahrt werden. Die Trennung von den Eltern muss, wenn immer möglich, vermieden werden. Gleichzeitig muss den Kindern das Recht auf Bildung und der Zugang zu Gesundheitsdiensten gewährt bleiben. In Notsituationen ist UNICEF als eine der ersten Organisationen vor Ort und liefert wichtige Hilfsgüter, bietet psychosoziale Betreuung und setzt sich dafür ein, dass die Kinder so rasch wie möglich zurück in die Normalität finden. Neben kinderfreundlichen Zonen, in denen Kinder spielen, Mütter ihre Babys füttern und getrennte Familien wieder zusammengeführt werden können, setzt sich UNICEF dafür ein, dass alle Regierungen kinderrechtskonforme, dauerhafte Lösungen finden, sodass Mädchen und Buben wieder Kind sein können und trotz der schwierigen Bedingungen eine Zukunft haben.

Kinder auf der Flucht

Ihre Spende kommt an!

  • Mit 100 Franken schenken Sie Hygienekits für zwei Familien.
  • Mit 150 Franken spenden Sie Erste-Hilfe-Sets für fünf Familien. 
  • Mit 200 Franken schenken Sie eine Schule im Koffer für eine Klasse mit 48 Kindern.
Spendenbetrag: