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Hungerkrise in Afrika und Jemen

Fast 1,4 Millionen Kinder in Nigeria, Somalia, dem Südsudan und Jemen leiden an schwerer akuter Mangelernährung. In mehreren Regionen breitet sich zudem eine Cholera-Epidemie aus.

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Die Situation

In Nigeria, Somalia, dem Südsudan und Jemen droht fast 1,4 Millionen schwer mangelernährten Kindern der Hungertod. Die Krise ist teilweise menschengemacht: Betroffen sind Regionen, die seit Jahren unter kriegerischen Konflikten leiden. Eine Dürre verschärft lediglich eine bereits bestehende Notsituation.

Besonders dramatisch ist die Lage im Südsudan. Seit über drei Jahren herrscht in diesem jüngsten Staat der Welt ein Bürgerkrieg, der Zehntausende Menschen getötet und nahezu 4 Millionen vertrieben hat. 275 000 Kinder sind mittlerweile schwer akut mangelernährt, rund 6 Millionen Menschen leiden unter der Nahrungsmittelunsicherheit.

Im Nordosten von Nigeria hat der Terror von Boko Haram die Wirtschaft und damit die Verteilung von Nahrungsmitteln weitgehend zum Erliegen gebracht. Hier wird die Zahl der schwer mangelernährten Kinder dieses Jahr voraussichtlich auf 450 000 ansteigen.

In Somalia benötigt nach jahrzehntelangen Konflikten fast die Hälfte der Bevölkerung humanitäre Hilfe. Geschätzte 185 000 Kinder sind schwer akut mangelernährt, und es ist zu befürchten, dass sich die Zahl in den nächsten Monaten auf 275 000 erhöht.

Weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit spielt sich auch in Jemen eine Tragödie ab, wo vor zwei Jahren ein furchtbarer Bürgerkrieg ausbrach. 400 000 Kinder leiden hier an schwerer akuter Mangelernährung – fast dreimal so viele wie 2014. Seit April 2017 breitet sich zudem eine gefährliche Cholera-Epidemie aus. Über 300 000 Menschen haben sich bereits infiziert, mehr als 1700 sind an der Krankheit gestorben. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, deren Körper durch Mangelernährung schon geschwächt sind.

So hilft UNICEF

UNICEF konzentriert sich derzeit darauf, in den Krisenregionen schwer mangelernährte oder kranke Kinder mit therapeutischer Spezialnahrung und medizinischer Hilfe zu versorgen. Zusammen mit Partnern wollen wir dieses Jahr 314 000 Kinder in Nigeria, je 200 000 im Südsudan und in Somalia sowie 320 000 in Jemen erreichen.

Hinzu kommt die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser und Hygieneartikeln, um die Kinder vor potenziell tödlichen Durchfallerkrankungen zu schützen.

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