South Sudan

Hungerkrise im Südsudan

Jede zweite Familie im Südsudan weiss nicht, woher sie ihre nächste Mahlzeit nehmen soll. Der Bürgerkrieg hat die Produktion von Nahrungsmitteln weitgehend zum Erliegen gebracht. Ein Ende der Not ist nicht absehbar – im Gegenteil.

Millionen

4,2
Kinder brauchen humanitäre Hilfe

Kinder

19 000
sind für bewaffnete Gruppierungen im Einsatz.

Prozent

60
der Menschen leiden unter Nahrungsmittelunsicherheit

Mitarbeiter

100
von Hilfsorganisationen wurden seit 2013 getötet

Die Situation

Die Hoffnungen waren gross, als der Südsudan 2011 die Unabhängigkeit erreichte. Doch nur gut zwei Jahre später brach ein Bürgerkrieg aus, der bis heute andauert. Monat für Monat wächst die Not der Bevölkerung. Mehr als 4 Millionen Menschen sind inner- oder ausserhalb des Landes auf der Flucht. Über 6 Millionen Menschen – fast die Hälfte der Bevölkerung – leiden unter Nahrungsmittelunsicherheit, rund 300 000 schwer akut mangelernährte Kinder sind unmittelbar vom Tod bedroht.

«Nur ein Ende der Gewalt kann den Kindern im Südsudan Hoffnung und Sicherheit bringen. Bis dahin brauchen wir mehr Ressourcen und einen bedingungslosen und dauerhaften Zugang zur notleidenden Bevölkerung.»

Henrietta Fore, UNICEF Exekutivdirektorin

Doch der Hunger ist nicht die einzige Folge des Konflikts. Infektionskrankheiten wie Cholera sind eine ständige Bedrohung, weil es an sauberem Trinkwasser fehlt. Über 2 Millionen Kinder gehen nicht zur Schule. Und obschon seit Anfang Jahr 800 Kinder aus den Händen von bewaffneten Gruppierungen befreit werden konnten, sind dort weiterhin schätzungsweise 19 000 Kinder als Soldaten, Köche, Träger und Boten im Einsatz.

So hilft UNICEF

Seit 2013 wurden im Südsudan über 100 Mitarbeitende von Hilfsorganisationen getötet. Trotz dieser Gefahr ist UNICEF weiterhin vor Ort und will im laufenden Jahr unter anderem

  • über 200 000 schwer akut mangelernährte Kinder behandeln;
  • für 800 000 Menschen sauberes Wasser und sanitäre Anlagen bereitstellen;
  • 3 Millionen Kinder gegen Polio impfen, 700 000 Kinder mit Durchfall- und anderen Erkrankungen behandeln, 20 000 schwangeren Frauen den Zugang zu qualifiziertem Gesundheitspersonal ermöglichen;
  • bei bewaffneten Gruppen die Freilassung von mehr als 1000 Kindern erwirken;
  • für 500 000 Kinder einen formellen oder informellen Grundschulunterricht sicherstellen, über 400 Lernzentren einrichten und über 15 000 Lehrer ausbilden.

Die Kinder aus dem Südsudan sind nach Jahren voller Gewalt und Hunger am Ende ihrer Kräfte und brauchen unsere Hilfe jetzt. Von Herzen danke für Ihre Spende.

CHF