Jahresbericht UNICEF Schweiz und Liechtenstein 2021

Mädchen-Rucksack

Liebe UNICEF-Freunde

Die Lage in der Ukraine gibt momentan wenig Anlass zur Freude. Wie auch schon das ganze Jahr 2021. Die Folgen der Covid-19-Pandemie, zahlreiche humanitäre Krisen wie in Afghanistan oder im Jemen, schwelende Konflikte oder der Klimawandel fordern von den Verletzlichsten der Gesellschaft ihren bitteren Tribut:

Portraitbild von Bettina Junker

«Familien rutschen in die Armut, ihre Kinder werden aus wirtschaftlicher Not in Kinderehen gedrängt. Oder sie müssen die Schule verlassen und die Familie ernähren.»

Bettina Junker, Geschäftsleiterin UNICEF Schweiz und Liechtenstein

Vielen entzieht der Klimawandel die Lebensgrundlage, sie sind gezwungen, ihre verödete Heimat zu verlassen, und sind als Migranten, ohne Schutz, Zugang zu Bildung oder Gesundheitsversorgung, noch verwundbarer. Die Kindersterblichkeit der unter Fünfjährigen stieg erneut im letzten Jahr. Der psychische Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen hat sich dramatisch verschlechtert – übrigens auch in der Schweiz und Liechtenstein.

Alles in allem war es UNICEF im Jahr ihres 75. Jubiläums nicht zum Feiern zumute. Und dennoch: UNICEF kann auf grosse Erfolge seit 1946 zurückblicken. 2020 überlebten mehr Kinder denn je ihren ersten Geburtstag. Müttersterblichkeit und Kinderehen waren rückläufig. Mehr Mädchen als je zuvor besuchten die Schule. Dann kam die Pandemie. UNICEF gibt nie auf. Die Erfolge in unserer Geschichte stimmen uns zuversichtlich und selbstbewusst. Gemeinsam mit Ihnen an unserer Seite treten wir den Herausforderungen lösungsorientiert und mit den richtigen Instrumenten entgegen.

All dies wäre nicht möglich ohne die dauerhafte und grosszügige Unterstützung von Ihnen, liebe Spenderinnen und Spender. Neu können Sie auch als «Champion for Children» diejenigen Kinder massgeblich unterstützen, welche die Hilfe am dringendsten brauchen. Oder Sie investieren mit einem Legat oder einer Erbschaft in die Zukunft und ermöglichen Kindern ein gesundes und geschütztes Aufwachsen. Wie auch immer Sie uns unterstützen möchten – jeder Beitrag ist wichtig.

Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Grosszügigkeit.

Sign Bettina Junker
© UNICEF/UN0326952/Brown

UNICEF hat eine Vision. Die Vorstellung von einer Welt, die sich um die Zukunft ihrer jüngsten Generation sorgt. Eine Welt, in der Mädchen und Buben die Schule besuchen und gesund aufwachsen. Dort haben Ausbeutung, Missbrauch und Gewalt an Kindern keine Chance. Für diese Welt setzt sich UNICEF unermüdlich Tag für Tag ein.

Bilanz Grafik

Aktiv in 39 Ländern 

UNICEF Schweiz und Liechtenstein fördert Programme in den Bereichen Überleben und Entwicklung, Bildung, Kinderschutz sowie Nothilfe in 39 Ländern. Darüber hinaus werden Hilfs- und Forschungsprogramme auf globaler und regionaler Ebene unterstützt.

Auswahl an Ländern, die UNICEF Schweiz und Liechtenstein 2021 unterstützt hat:

Weltkarte mit den unten angegebenen Orten markiert

UNICEF stärkt auch in der Schweiz und in Liechtenstein die Rechte der Kinder mit Initiativen und tritt anwaltschaftlich für Kinderrechte ein.

Karte der Schweiz, auf der alle Orte markiert sind, an denen sich UNICEF für die Rechte des Kindes einsetzt

600 Schultaschen auf dem Bundesplatz Bern

Globale Lernkrise

75 Jahre UNICEF

30. August 2021, Bundesplatz Bern. Mit einer Installation aus 600 UNICEF-Rucksäcken machte UNICEF Schweiz und Liechtenstein auf die globale Lernkrise aufmerksam. 18 Monate nach den Covid-19-bedingten Schulschliessungen waren im Herbst letzten Jahres noch immer 473 Millionen Schulkinder ohne Zugang zu Bildung. Der Appell forderte: «Jedes Kind so schnell wie möglich zurück in die Schulzimmer zu bringen. Die Anstrengungen dafür müssen noch mehr intensiviert werden als vor Ausbruch der Covid-19-Pandemie. Dazu braucht es Förderprogramme. Die globale Lernkrise kann nur gemeinsam überwunden werden.»

Möglichst vielen Kindern einen Zugang zu Bildung ermöglichen ist wichtig. Entscheidend ist aber auch die Unterrichtsqualität. Im letzten Jahr kamen die Defizite noch deutlicher zum Vorschein. Die effektive Schulzeit beträgt weltweit im Schnitt nur 7,9 Schuljahre. Es fehlt an gut ausgebildetem Lehrpersonal. Das Lehrmaterial ist unzureichend. Klassenzimmer sind überfüllt. Schätzungsweise 617 Millionen Kinder und Jugendliche erreichten 2021 deshalb nicht die Mindestanforderungen in Lesen und Mathematik, obwohl zwei Drittel von ihnen zur Schule gehen. Die Aktion auf dem Bundesplatz war ein medialer Erfolg und sensibilisierte die Schweizer Bevölkerung für die Krise.

Länder

144
mit UNICEF Bildungsprogrammen.
Kind in der Schule, welches eine vollgeschriebene Tafel in der Hand hält.

Mit Bildung die Welt verändern

Im 75. Jubiläumsjahr setzte UNICEF Schweiz und Liechtenstein den Spendenfokus auf Bildungsprogramme.

In Uganda ist beispielsweise gemeinsam mit dem Bildungsministerium ein Programm zur Förderung der frühkindlichen Erziehung umgesetzt worden. In Äthiopien wurden Eltern von vulnerablen Kindern für Erziehungspraktiken sensibilisiert. In Malawi haben wir die Kompetenz von Lehrpersonal weiter ausgebaut. Bis Dezember 2021 unterstützte UNICEF in Nepal ein Programm zur frühkindlichen Förderung.

Bildung ist der Schlüssel zur persönlichen Entwicklung eines jeden Kindes, wie auch ein Katalysator für soziale Mobilität, Chancengleichheit und wirtschaftliche Entwicklung eines gesamten Landes. Es ist die effizienteste Investition gegen Armut.

Die globale Lernkrise hat bereits vor der Covid-19-Pandemie 258 Millionen Kinder von Schulen ausgeschlossen. Ohne Schule erhielten im letzten Jahr mehr als 370 Millionen Kinder keine Schulmahlzeit. Sie ist oft die einzige Quelle für eine regelmässige und gesunde Ernährung. Die mentale Gesundheit der Kinder leidet. Es kommt vermehrt zu Schulabbrüchen. Die Gleichstellung der Geschlechter zeigt Rückschritte auf. Kinderehen werden zunehmen.


Background image

Sternenwochen

"Back to school" Brasilien

«Kinder helfen Kindern» ist die Grundidee der «Sternenwochen » von UNICEF Schweiz und Liechtenstein und der Zeitschrift «Schweizer Familie ». Vom 20. November bis Weihnachten konnten sich Mädchen und Buben mit kreativen Spendenaktionen für Kinder in Not einsetzen. In 2021 für Bildung in Brasilien.

Die «Sternenwochen» 2021 sammelten unter dem Motto «Back to School» für Schulkinder in Brasilien. Denn für Hunderttausende Mädchen und Buben im grössten Land Südamerikas bleibt das Recht auf Bildung unerfüllt. Und aufgrund der Pandemie und der darauffolgenden Schulschliessungen hatten im Jahr 2020 über 5,5 Millionen Kinder und Jugendliche keinen Zugang zu schulischen Aktivitäten – weder in gedruckter noch in digitaler Form, weder vor Ort noch aus der Ferne.

UNICEF leistet mit der «Sternenwochen»- Aktion einen wertvollen Beitrag, damit benachteiligte Kinder zwischen 7 und 12 Jahren eine gute Schulbildung erhalten und an der Schule bleiben. Dazu gehören moderne Lehrmittel, die dem Alter der Kinder angepasst sind und sowohl im Klassenzimmer als auch für den Online-Unterricht funktionieren. Lehrpersonen sollen ausserdem lernen, spannende Lektionen abzuhalten, an denen Kinder auch von zu Hause aus teilnehmen können.

Karte von Brasilien

«Sternenwochen» – Kinder helfen Kindern

Mit tollen, kreativen und lustigen Ideen beteiligten sich auch 2021 Tausende Kinder. Sie backten Kuchen, bastelten Weihnachtdekorationen, strickten Socken, bemalten Kerzen, rannten Hunderttausende für einen guten Zweck, führten ein Musical auf oder verkauften heissen Punsch auf der Strasse.

Logo der Sternenwoche
Mehr erfahren: www.sternenwochen.ch

«Kindern helfen ist für uns Herzenssache. Deshalb unterstützen wir die 'Sternenwochen'. Es ist eine Freude zu erleben, mit wie viel Energie und Kreativität Kinder, Familien und Lehrpersonen sich für Kinder in Not starkmachen.»

Cabaret Divertimento
Foto des Standes für die Sternenwoche
«Sternenwochen»-Aktion «Best of last 10 years» am Flawiler Weihnachtsmarkt. Es wurden bemalte Tassen, Trinkschokolade, Zündhölzer, Rechaudkerzen, Adventskalender, Lebkuchen, Weihnachtsguetzli sowie weisser Glühwein und Kinderpunsch verkauft.
© UNICEF/UNI356311/Amro/AFP

Afghanistan

UNICEF bleibt. Seit mehr als 40 Jahren leidet die Bevölkerung unter Konflikten. Die Lage verschärfte sich im August 2021 mit dem Abzug der internationalen Streitkräfte und der Machtübernahme durch die Taliban. Seitdem hat sich die Lage erheblich verschlechtert. Mehr als die Hälfte der Menschen sind auf Hilfe angewiesen, darunter 12,9 Mio. Kinder (Jan. 2022). UNICEF ist seit 65 Jahren vor Ort und leistet Hilfe. Die humanitäre Arbeit läuft weiter: Wasser wird regelmässig verteilt wie auch Winterpakete. Schwer akut mangelernährte Babys und Kleinkinder erhalten therapeutische Nahrung und werden geimpft. Familien finden in kinderfreundlichen Räumen Schutz.

Icon Flucht
Mädchen das einen Karton von Unicef trägt.

Haiti

Erdbeben. Am 14.8.2021 erschütterte ein Beben der Stärke 7,2 den Karibikstaat. 2245 Menschen starben. 800 000 Betroffene, darunter 340 000 Kinder, brauchten dringend Hilfe. Zwei Tage später traf Tropensturm «Grace» die Region. Schlammlawinen erschwerten die Hilfe. 115 000 Häuser, 97 Gesundheitseinrichtungen und 906 Schulen wurden beschädigt. UNICEF war bereits vor Ort und konnte sofort helfen. Bis Ende 2021 erhielten mehr als 52 000 Menschen medizinische Hilfe. Über 419 000 erhielten Zugang zu sauberem Wasser (Dez. 2021). UNICEF hilft weiter mit Schulmaterial, temporären Schulzimmern sowie psychosozialer Unterstützung.

Junge vor einem Haus.

Jemen

Hungerkrise. Die jahrelangen Konflikte haben die schlimmste Nahrungskrise weltweit zur Folge. Sie treffen mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Der wirtschaftliche Zusammenbruch sowie die Folgen der Covid-19-Pandemie haben die bereits entkräfteten Menschen noch härter getroffen. Auch dank Hilfen aus der Schweiz und aus Liechtenstein konnte bis Ende letzten Jahres 60 000 Kindern unter fünf Jahren und 12 000 schwangeren und stillenden Frauen umfassend geholfen werden. Etwa mit sauberem Trinkwasser, Spezialnahrung und Medizin. 50 Gesundheitseinrichtungen wurden unterstützt.

Baby, welches mit einer Spritze gefüttert wird.

Indien

Covid-19. Das Land mit 1,38 Milliarden Einwohnern wurde im Frühjahr 2021 von der zweiten Pandemie-Welle besonders hart getroffen. Lag die Zahl an Covid-19- Infektionen im März bei 15 510 pro Tag, stieg sie im Mai auf über 400 000. Spitäler waren überlastet. Es fehlte an Sauerstoff, Spitalbetten und Medikamenten. UNICEF ist in 17 Bundesstaaten präsent. Hilfe war so schnell möglich. Geholfen wurde über Erfahrung im Umgang mit Epidemien, technischem und logistischem Wissen. Zugang zu lebensrettendem Sauerstoff wurde ermöglicht. Gleichzeitig gelang es, Testkapazitäten zu erhöhen. UNICEF Schweiz und Liechtenstein unterstützte Covid-19-Hilfsprogramme in Indien von April bis Dezember 2021.

Junge mit einer Stoffmaske

Naher Osten

Winterhilfe. Für Millionen Kinder auf der Flucht ist jeder Wintertag ein Überlebenskampf. Alleine in Jordanien leben mehr als 750 000 Flüchtlinge, 47 Prozent sind Kinder. Löchrige Zelte und dünne Decken bieten kaum Schutz gegen Schnee und Kälte. Dadurch nehmen Krankheiten zu. Die Situation ist mittlerweile für 3,16 Millionen Kinder in Jordanien prekär. Dank Spenden aus der Schweiz und Liechtenstein wurden 44 000 Winterpakete mit Thermowäsche, Schals, Mützen, Handschuhen und Winterstiefeln verteilt. 29 000 bedürftige Familien erhielten eine einmalige finanzielle Unterstützung: zum Kauf von Nahrung, Medikamenten und Heizmaterial.

Mädchen, was aus einem Zelt schaut.

Drei Kinder, die sich von therapeutischen Ernährung ernähren.

Hungerkrise Madagaskar

Überleben sichern

Vao ( 27) hält besorgt die Hand ihres Sohnes. Er ist schwer mangelernährt. Mit Folgen für seine Genesung und langfristig für seine Entwicklung. Die alleinerziehende Mutter von sechs Kindern lebt im Bezirk Ambovembe. Zwei ihrer Kinder sind schwer akut mangelernährt. Mit ihrem Schicksal ist sie nicht alleine. 27 Prozent der Kinder in dieser Region sind davon betroffen.

«Wir müssen dringend in die Prävention bei der Behandlung von Mangelernährung bei Kindern investieren. Nur so verhindern wir, dass die Situation noch kritischer wird.»

Michel Saint-Lot, UNICEF Vertreter Madagaskar

Seit vier Jahren trifft eine schwere Dürre den Süden Madagaskars. Allein im letzten Jahr waren auf der Insel mehr als eine Million Menschen dringend auf Nahrung und humanitäre Hilfe angewiesen. Viele Familien mussten das Wenige, das sie besassen, verkaufen, um zu überleben. Mutter Vao war Bäuerin. Jetzt bleibt ihr nichts, als Holz zu verkaufen. Erschöpft und hungrig, weiss sie nicht, wie sie den folgenden Tag bewältigen soll. Oft ist die einzige Nahrungsquelle wild wachsender Kaktus.

1 285 000 Menschen waren Ende 2021 von akuter Nahrungsmittelunsicherheit betroffen

Gesundheitszentren

Therapeutischen Ernährung wird verteilt

UNICEF ist vor Ort und betreut mangelernährte Kinder, wie die von Mutter Vao, im Gesundheitszentrum Ambohimalaza. Sie werden medizinisch versorgt und kommen dank einer therapeutischen Ernährung, reich an Kalorien und Nährstoffen und aus Erdnusspaste, wieder zu Kräften. Im Gesundheitszentrum helfen drei freiwillig arbeitende Krankenpflegerinnen.

«Wir haben inzwischen mehr als 200 Fälle von schwerer akuter Mangelernährung behandelt», erklärt Asaaze Angeline, die leitende Krankenpflegerin (4. August 2021).

Mutter Vao erhielt Pakete der nährstoffreichen Erdnusspaste mit auf den Weg. Im Gesundheitszentrum lebende Familien erhalten zusätzlich zwei Zwanzig-Liter- Behälter mit Wasser pro Tag. Verschmutztes Wasser ist häufig Grund für Erkrankungen bei Kindern und ist eine der Ursachen für eine Mangelernährung. Der Zugang zu sauberem Wasser bleibt in Madagaskar eine der grossen Aufgaben für die Arbeit von UNICEF.


© UNICEF/UN0420211/Dejongh
Zweijähriges Kind ernährt sich von der therapeutischen Nahrung
Gemechu Teteche (2) wird mit therapeutischer Nahrung aus Erdnusspaste, Vitaminen und Mineralien behandelt.

Prävention von Mangelernährung

Äthiopien. UNICEF Schweiz und Liechtenstein unterstützt seit September 2020 ein Programm zur Prävention von Mangelernährung. Das Land hat in den letzten 15 Jahren Fortschritte bei der Ernährungssicherheit von Kleinkindern erzielt. Die Anzahl der Fälle blieb jedoch wegen anhaltender humanitärer Krisen unverändert. UNICEF unterstützte 2021 deshalb das Gesundheitsministerium bei der Verbesserung von Dienstleistungen zur Prävention von Mangelernährung sowie der Behandlung von Kindern mit akuter Mangelernährung. UNICEF unterstützt Massnahmen zur Qualitätssteigerung der im Inland produzierten therapeutischen Spezialnahrung Der Zugang zu 49 mobilen Gesundheitsdiensten wurde für Mütter und Kinder verbessert.

Mutter mit ihrem neugeborenen.
Das Kind von Sabina Chaudhary (22) wog nur 1100 Gramm. Der KMC-Ansatz war für das Überleben ihres Babys entscheidend.

Kangaroo Mother Care

Nepal. Seit Juli 2020 setzt sich UNICEF Schweiz und Liechtenstein für die Ausweitung des «Kangaroo Mother Care»- Ansatzes (KMC) ein. In Nepal kommen jährlich 82 500 Kinder zu früh auf die Welt. 10 400 Säuglinge sterben, weil sie zu wenig wiegen. Die Säuglingssterblichkeit bildet bei Kindern die häufigste Todesursache. Möglichst früher und langer Haut-zu- Haut-Kontakt, wie es der KMC-Ansatz empfiehlt, kann die Überlebenschancen deutlich steigern. Die Methode ist kosteneffizient und hat sich bewährt. UNICEF fördert das Programm in vier Provinzen. Etwa mit dem Aufbau von KMC-Angeboten in Spitälern sowie Ausbildungen über Simulationen in den Haushalten und der Zusammenarbeit mit Eltern.

Rund 50 %

der Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren macht die Säuglingssterblichkeit in Nepal aus.

Wegen des Klimawandels ist der Grundwasserspiegel in Malawi unter 45 Meter gesunken.

Lachendes Mädchen
In Chikwawa profitieren Schulkinder und die Dorfbevölkerung von solarbetriebenen Wasserpumpen.

Sauberes Wasser

Malawi. Durchfallerkrankungen und Infektionen wegen verschmutzten Wassers sind der Grund, weshalb viele Kinder in der Schule fehlen. Auch liegen die Wasserquellen oft weit weg. UNICEF ermöglichte im letzten Jahr den Bau von solarbetriebenen Wasserversorgungssystemen. Das saubere Wasser stammt aus tiefen Bohrlöchern. Versorgt werden vier Schulen und umliegende Gemeinden. Insgesamt 16 836 Menschen wurden erreicht. Der Vorteil liegt in der Klimafreundlichkeit über Solarstrombetrieb. Dank der Bohrtiefe sind die Quellen auch resistenter gegenüber dem Klimawandel mit seinen Folgen wie etwa Dürren oder Überschwemmungen. Seit Oktober 2021 werden drei zusätzliche Wasserpumpen gebaut.

Mädchen, dass ein Schild hoch hebt.
Eine junge Frau unterstützt mit Infomaterial gegen Mädchenbeschneidung eine Aufklärungskampagne in der Assaba-Region.

Kampf gegen Mädchenbeschneidung

Guinea. Seit Januar 2020 unterstützt UNICEF Schweiz und Liechtenstein einen umfassenden Ansatz gegen «Female Genital Mutilation» (FGM). In Guinea sind 95 Prozent der Frauen und Mädchen beschnitten. Obwohl FGM eine Straftat ist, bleibt das Ritual tief in der Gesellschaft verankert. Die Überwindung sozialer Normen ist langwierig. Das Programm hat zum Ziel, FGM auf vielen Ebenen zu bekämpfen. So wurde 2021 Justizpersonal geschult und damit die Strafverfolgung von FGMStraftaten gestärkt. Es wurden Sensibilisierungskampagnen für Politiker und Politikerinnen initiiert. Gruppendiskussionen mit 100 Religionsvorstehenden klärten über die Rechte und den Schutz vor FGM auf.

161 Gemeinden

haben öffentlich die Abschaffung der FGM-Praktiken erklärt (Stand Ende 2021).

Junge, der traurig aus dem Fenster schaut.

Mentale Gesundheit

Wie geht es dir?

Im letzten Jahr richtete UNICEFs Report «The State of the World’s Children» einen Fokus auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen. 19 Prozent der europäischen Buben zwischen 15 und 19 Jahren leiden an psychischen Störungen. 16 Prozent sind es bei den Mädchen. 9 Millionen Jugendliche in Europa leben mit psychischen Störungen. Mehr als die Hälfte der Fälle sind auf Angstzustände und Depressionen zurückzuführen.

9 Millionen Jugendliche in Euroüa leben mit psychischen Störungen

Die Jugend kann zwar ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen mit sich bringen. Sie ist aber auch eine entscheidende Lebensphase, in der sich gesunde Verhaltensmuster und soziales sowie emotionales Lernen herausbilden. Um die zunehmende Belastung durch psychische Störungen zu verringern, ist das psychische Wohlbefinden von jungen Menschen entscheidend. Trotz wachsenden Bewusstseins für die negativen Auswirkungen bestehen grosse Investitionslücken, insbesondere bei Programmen zur Förderung der psychischen Gesundheit sowie Prävention. Neben dem Ausbau von hochwertiger Kinderbetreuung, Kindererziehung und familienfreundlichen Massnahmen empfiehlt UNICEF vor allem einen verbesserten Zugang zu psychosozialen Hilfen, auf Regional- und Schulebene sowie online.

Gemeinsam mit dem Partner Z Zurich Foundation hat UNICEF Schweiz und Liechtenstein ein Programm initiiert, das zum Ziel hat, mehr als eine halbe Million Jugendliche sowie ihre Betreuungspersonen in sieben Ländern zu unterstützen. Mit einer Kommunikationskampagne sollen zudem in den folgenden drei Jahren 30 Millionen Menschen weltweit erreicht werden. Die Vision dieser Partnerschaft ist eine Welt, in der jeder junge Mensch dabei unterstützt wird, sein psychisches Wohlbefinden zu verbessern.

«Eine positive psychische Gesundheit hilft uns beim Denken, Lernen und bei der Lebensgestaltung. Aber bei zu vielen jungen Menschen stören psychosoziale Probleme das tägliche Leben. Dies wirkt sich negativ auf ihre Gesundheit aus und hindert sie, sich frei zu entfalten.»

Charlotte Petri Gornitzka stv. UNICEF Exekutivdirektorin Partnerschaften

© UNICEF/UNI372166/Zimmermann

Psychische Gesundheit bei unseren Jugendlichen

Zwischen Frühjahr und Sommer 2021 wurde eine Online-Umfrage über das psychische Wohlergehen von Jugendlichen durchgeführt. Teilgenommen haben 1097 Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren aus der Schweiz und Liechtenstein. Die Ergebnisse zeigen deutlichen Handlungsbedarf auf.

Die Studie, die von UNICEF mit Unterstützung der Z Zurich Foundation und Zurich Schweiz in Auftrag gegeben wurde, zeigt dabei nicht nur besorgniserregende Zahlen, sondern macht auch deutlich, dass Jugendliche mit ihren Problemen oft alleine bleiben. Die Frage ist also nicht nur, ob für Jugendliche genug getan wird. Sondern vor allem auch, ob das Richtige getan wird. Die Studie hatte zum Ziel, Risiko- und Schutzfaktoren für die psychische Gesundheit von Jugendlichen in der Schweiz und Liechtenstein zu ermitteln. Die Ergebnisse zeigen mehr als deutlich, dass auf verschiedensten Ebenen Handlungsbedarf besteht. Um die psychische Gesundheit von Jugendlichen nachhaltig zu stärken, braucht es vor allem Investitionen in die Sensibilisierung und Prävention. Und es müssen Angebote mit und für Jugendliche erstellt werden

Diese Zahlen sind ein Weckruf: Wir müssen handeln. Gemeinsam. Und auf allen Ebenen.

Bettina Junker, Geschäftsführerin UNICEF Schweiz und Liechtenstein
Mental Health Facts



Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde»

UNICEF Schweiz und Liechtenstein unterstützt Gemeinden mittels eines fundierten Prozesses dabei, kinderfreundlicher zu werden. Zentral ist der direkte Einbezug der Kinder und Jugendlichen.

Workshop mit Kindern in einer angehenden «Kinderfreundlichen Gemeinde» bei einem Streifzug durchs Quartier.
Workshop mit Kindern in einer angehenden «Kinderfreundlichen Gemeinde» bei einem Streifzug durchs Quartier.

Die Kinderrechtskonvention garantiert allen Kindern ein Mitspracherecht, wenn es um Angelegenheiten geht, die sie betreffen. Die Erwachsenen müssen die Meinungen der Kinder anhören und in ihren Entscheidungen berücksichtigen. Für die Entscheidungsträger/-innen ist die Mitwirkung der Kinder und Jugendlichen auch eine grosse Chance. Denn sie ermöglicht es ihnen, Massnahmen zu ergreifen, die das Lebensumfeld der Kinder wirklich bedarfsgerecht verbessern. Das Recht auf Partizipation bildet das Herzstück der Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde».

«Der Einbezug der Kinder und Jugendlichen ist für die Umsetzung von Gemeindeprojekten sehr wichtig. Sie gestalten so ihre Gegenwart und Zukunft aktiv mit und erleben, dass sie mit ihrer Mitarbeit etwas bewirken können.»

Maria Kaiser-Eberle, Vorsteherin Gemeinde Ruggell FL

«Kinderfreundliche Gemeinde» ist ein Label, das UNICEF Schweiz und Liechtenstein an Gemeinden verleiht, die sich zur Umsetzung der Kinderrechte bekennen. In den letzten Jahren nahm die Initiative nicht zuletzt dank der verstärkten Zusammenarbeit mit den Kantonen Fahrt auf. Im Jahr 2021 wurde mit Knonau ZH bereits die 50. Gemeinde ausgezeichnet. Für die Gemeinden zahlt sich die Zusammenarbeit mit UNICEF Schweiz und Liechtenstein aus. In einer Evaluation der Initiative zeigte sich, dass die Interessen der Kinder und Jugendlichen seit der Einführung einen höheren Stellenwert in der Gemeindepolitik haben, dass über die Zeit Mitwirkungsmöglichkeiten aufgebaut werden und die Gemeinden mehr in die jüngste Generation investieren. Dadurch wird die Gemeinschaft gestärkt und man handelt pragmatisch und zukunftsorientiert.

50

«Kinderfreundliche Gemeinden» in der Schweiz und in Liechtenstein.


Unternehmen haben Verantwortung für Kinder

Schweiz und Liechtenstein. UNICEF setzt sich dafür ein, dass Unternehmen in der Schweiz und in Liechtenstein sich ihrer vielfältigen Kontaktpunkte zu Kindern und ihrer Auswirkungen auf die Kinderrechte bewusst sind.

Im Fokus standen 2021 das Engagement von UNICEF für eine griffige Gesetzgebung zur menschenrechtlichen Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen in der Schweiz, die Ko-Leitung der Arbeitsgruppe Kinderarbeit der Schweizerischen Plattform für nachhaltigen Kakao sowie der Aufbau des Themenbereichs Familienfreundlichkeit von Unternehmen. Zudem wurde UNICEF im Sommer 2021 Mitglied der mehrparteilichen Begleitgruppe zum Nationalen Aktionsplan zum Thema Wirtschaft und Menschenrechte in der Schweiz. UNICEF vertritt dort die schweizerische Zivilgesellschaft und setzt sich auch in diesem Rahmen für eine stärkere Berücksichtigung der Kinderrechte bei Massnahmen rund um das Thema der menschenrechtlichen Unternehmensverantwortung ein.



Weltkinderrechtstag in Liechtenstein

Aktion Go Blue. Anlässlich des weltweiten Kinderrechtstages vom 20. November unterstützte Liechtenstein die UNICEF Kampagne «#goBlue» und liess das Regierungsgebäude in Vaduz von Samstag auf den Sonntag in blauem Licht erleuchten.

Das Regierungsgebäude in Vaduz in blauem Licht erläuchted.
Regierungsgebäude Vaduz.

Damit betonte das Fürstentum sein Bekenntnis zur Umsetzung der Kinderrechtskonvention und schärfte das Bewusstsein für die Kinderrechte. Bekräftigt wurde dieses Bekenntnis durch einen einstündigen Besuch von Regierungschef Daniel Risch an der Primarschule Balzers. Im Rahmen der Kinderrechtsaktion #meinezukunft von UNICEF Schweiz und Liechtenstein erklärten Viertklässlerinnen und Viertklässler dem Regierungschef ihre Wünsche und Ideen für eine sichere und gesunde Zukunft in Liechtenstein und diskutierten diese gemeinsam mit ihm.

«Bekanntlich haben Kinder nicht die lautesten Stimmen, umso mehr ist es mir ein persönliches Anliegen, dass sie nicht nur gehört, sondern auch ernst genommen werden.»

Daniel Risch, Regierungschef des Fürstentums Liechtenstein


COVAX

Weltweit gerechter Zugang zu Covid-19-Impfstoffen.

UNICEF ist Schlüsselpartner der globalen Impfallianz Act-A und im Speziellen im Programm COVAX zur Verteilung der Impfstoffe engagiert. Das Ziel der Allianz ist eine weltweit gerechte und erschwingliche Abgabe von Covid-19-Impfstoffen.

Mann trägt Impfstoff durch den Fluss mithilfe einer Schlaufe um den Kopf.
Nepal, Region Doti, 2. August 2021. Gesundheitshelfer Ravi Chhayajyoti trägt eine Lieferung Covid-19-Impfdosen zu einem Impfzentrum.

UNICEF war bereits vor Ausbruch der Pandemie grösste Abnehmerin von Einzelimpfstoffen. Mit COVAX setzt sich UNICEF neu auch dafür ein, dass mindestens siebzig Prozent der Bevölkerung in Ländern mit niedrigen Einkommen vollständig gegen Covid-19 geimpft werden. Die Hauptaufgabe liegt in der Logistik mit Transport der Impfstoffe, Spritzen und Sicherheitsboxen. Dazu muss eine lückenlose Kühlkette bis in die entlegensten Regionen aufgebaut werden. Logistikpersonal muss geschult werden, das Gesundheitspersonal und die Bevölkerung müssen für die Impfung sensibilisiert werden. 2021 hat UNICEF mehr als 941 Millionen Covid-19- Impfdosen in 144 Länder geliefert. 130 Länder erhielten organisatorische und finanzielle Hilfe, damit die Impfstoffe auch geimpft wurden. Damit die Pandemie beendet wird, braucht es weitere Kraftanstrengungen, insbesondere humanitäre Hilfe. Das Ziel des globalen Impfprogramms COVAX ist, bis Ende 2022 mit 4,1 Milliarden Impfdosen Menschen in Ländern mit niedrigem Einkommen zu schützen. UNICEF Schweiz und Liechtenstein unterstützt COVAX seit Beginn des letzten Jahres.


Gemeinsam gegen das Coronavirus

Die Covid-19-Pandemie hat das Leben von Kindern und ihren Familien rund um den Globus erschüttert. UNICEF arbeitete 2021 an vorderster Front.

Mann impft Frau gegen Covid-19
DR Kongo, Kinshasa, 6. Mai 2021, Shah Sultana Farishta (66) erhält im HJ-Spital ihre Impfung gegen Covid-19.

Das Coronavirus breitet sich noch immer aus. Während sich die reichen Länder früh Impfdosen sichern konnten, haben die ärmeren Länder das Nachsehen. Die rasante Verbreitung neuer Covid-19-Mutationen verschärft die Situation weiter. Kinder laufen in dieser Pandemie Gefahr, zu den grössten Opfern zu zählen. Die Folgen haben Auswirkungen auf ihre Bildung, Gesundheit, Ernährung und auf ihr Wohlbefinden. Das Virus bedroht Mädchen und Buben, die bereits durch Krieg, Krankheit, Hunger und Armut geschwächt sind, denn ihr Überleben hängt von einem funktionierenden Gesundheitssystem, lebensrettender Nahrung, sauberem Wasser und medizinischer Versorgung ab. Nur wenn Covid-19 global unter Kontrolle gebracht werden kann, ist ein Ausweg aus der Pandemie möglich.

Portraitbild von George Laryea-Adjei

«Die Szenen, die wir in Südasien erlebt haben, sind mit nichts zu vergleichen, was unsere Region bisher gesehen hat.»

George Laryea-Adjei, UNICEF Regionaldirektor für Südasien

Die Covid-19-Folgen bedrohen das Überleben und die Gesundheit von Kindern. 80 Millionen Kinder, die jünger als ein Jahr alt sind, haben keine lebensrettenden Routineimpfungen erhalten. Familien haben ihre Einkommensquelle verloren. Ungefähr 150 Millionen mehr Kinder sind in die Armut gestürzt. Die Gewalt in Familien steigt. Frühehen nehmen zu. Die Lernkrise verschärft sich, weil Unterricht weiterhin ausfällt und verpasster Lernstoff nicht genügend nachgeholt wird.

Bereitstellung von Sauerstoffanlagen, Hygienematerial, Gesundheitsdiensten für Mütter, deren Kinder und Schwangere Landesweite Einführung von Impfstoffen und PCR-Tests Covid-19-Aufklärungsmassnahmen in 106 Ländern zur Vermeidung einer Ausbreitung des Virus Präventionsmassnahmen und Kontrollen in Gesundheitseinrichtungen Psychosoziale Unterstützung des Gesundheitspersonals
Mann geht zum Flugzeug um Covid-19-Impfdosen auszuladen.
Nepal, Katmandu, 12. Juli 2021, Covid-19-Impfdosen treffen am Flughafen Tribhuvan International ein.
Danke mit Herz

Diese Hilfen waren nur dank Einzelspenden von vielen Menschen in der Schweiz und Liechtenstein sowie Grossspenden von der Regierung des Fürstentums Liechtenstein, Benecare Foundation, Sulzer AG, Swiss Re Foundation und Z Zurich Foundation möglich.


Foto der lachenden, 17 Monate alte Cattleya

Bolivien

Kinderschutz

Schulabbruch, alleinerziehende Mutter, selbst noch Kind, kaum Geld zum Überleben und allein auf sich angewiesen. Die 16-jährige Carla war verzweifelt. Dann kam die Covid-19-Pandemie.

Fact Hotline
Fact Gewalt

Carla war 13 Jahre alt, als ihre Eltern starben. Sie brach die Schule ab und sorgt seitdem für sich selbst für ihren Lebensunterhalt und den ihrer Tochter. Dann kam die Covid-19-Pandemie und der Lockdown. Ihr Lebenspartner verliess sie in dieser Zeit wegen einer anderen Frau. Um ihre Süssigkeiten zu verkaufen, legte sie Strecken von mehr als 20 km am Tag zurück. Die Existenzängste machten sie depressiv. Sie begann sich selbst zu verletzen und dachte an Suizid. Ihre letzte Hoffnung lag in der Nothilfe-Hotline «Familia Segura» von UNICEF. Seitdem bekommt sie psychologische Unterstützung. Sie hat wieder Mut im Leben gefasst. Ihr Wunsch: dass es ihre Tochter einmal besser als sie hat und zur Schule gehen kann.

Die Hotline startete 2020. Der kostenlose Dienst richtet sich an Kinder, Jugendliche und Frauen, die psychologische Hilfe brauchen. Bis Ende 2021 gingen bei der Hotline 50 982 Anrufe ein. Der Zeitpunkt hätte nicht besser sein können, da mit Ausbruch der Pandemie der Bedarf an psychologischer Betreuung drastisch gestiegen ist. Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Verhaltensforschung an der bolivianischen katholischen Universität ist jede fünfte Person in Bolivien in irgendeiner Form von psychischem Stress betroffen.

Bolivien investiert nur 0,2 Prozent des nationalen Gesundheitsbudgets für Leistungen in der psychologischen Gesundheit. Seit 2019 unterstützt UNICEF Schweiz und Liechtenstein die Prävention von Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Häusliche Gewalt, insbesondere Gewalt an Kindern, ist in Bolivien noch weit verbreitet. Das Kinderrecht auf Schutz wird täglich verletzt. Die Massnahmen unterstützen vulnerable Familien bei der Gewaltprävention. Sie stärken das Kinderschutzsystem in Bolivien und verbessern den Zugang von Mädchen und Buben zu Dienstleistungen, die ihnen Schutz und Hilfe bieten.

Ziel ist es, Kinder vor Gewalt zu schützen. Kommt es zu Gewalt, soll das Kinderschutzsystem betroffene Kinder früh identifizieren und angemessen begleiten können.



Bilanz & Betriebsrechnung

Sie machen Hilfe zu jeder Zeit erst möglich.

Katastrophen sind nur zu einem gewissen Grad vorhersehbar. UNICEF ist in über 150 Ländern aktiv. So kann sie sich auf Ereignisse vorbereiten, ist im Katastrophenfall schneller vor Ort und kann auch dann noch helfen, wenn andere längst weitergezogen sind. Die ganzheitliche Unterstützung ist nur möglich, weil Spendengelder ohne direkten Spendenzweck erfolgen. Vielen Dank für Ihr Vertrauen in UNICEF

Icon für Spende (ein Herz, welches in eine Hand gelegt wird)
UNICEF finanziert sich ausschliesslich durch freiwillige Beiträge von Regierungen, durch private Spenden sowie den Verkauf von UNICEF Weihnachtskarten.

Allgemeine Spende

Ihre Spende kommt an! 

  • Wasserreinigungstabletten für über 62 350 Liter sauberes Wasser für 53 Franken
  • 230 Portionen therapeutische Spezialnahrung für akut mangelernährte Kinder für 75 Franken
  • 4 Erste-Hilfe-Sets für Notsituationen für 112 Franken
Spendenbetrag: